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Weniger Bahnverbindungen Graz - Maribor als im Kalten Krieg

Stellungnahme von Elke Kahr zum Streichkonzert der Bahn

"Das Streichen von Zugverbindungen von Graz nach Maribor und Salzburg bedeutet nicht das Ende sondern nur eine Etappe des Kahlschlagkurses bei der Bundesbahn. Auch hier wird auf Kosten der Mehrheit der Menschen und der Bediensteten gespart, waehrend die Verantwortlichen fuer Fehlspekulationen in Milliardenhoehe ungeschoren bleiben". Das sagte die Grazer KP-Stadtraetin Elke Kahr am Freitag.

Sie betonte, dass derartige Schritte es immer schwieriger machen, die Bundesbahn als oeffentliches Unternehmen zu verteidigen. Kahr: "Der Eindruck verstaerkt sich, dass man hier ein Unternehmen fuer die Privatisierung zurichtet."

Zu den aktuellen Streichungen bemerkte sie, dass es kuenftig weniger Zugverbindungen zwischen Graz und Maribor geben wird als zu den Zeiten des "Kalten Krieges". Das Zusammenwachsen der Regionen Graz und Maribor findet im Rahmen der EU nicht statt - wenigstens was den oeffentlichen Verkehr betrifft.

Zu den Verbindungen nach Salzburg und Linz bemerkte Kahr, dass der Verein Fahrgast bereits vor Monaten ein ausgereiftes Konzept fuer Euregio-Verbindungen von Graz aus vorgelegt hat. Statt diesen Vorschlag aufzugreifen, setzt man das Streichkonzert fort.

5. August 2011