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Wetzelsdorferstraße: 20 weitere Bäume fallen

KPÖ-Luttenberger: „BürgerInnen nicht für dumm verkaufen!“

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Vor einigen Wochen höhnte FP-Verkehrsstadtrat Eustacchio über die „Naivität“ aktiver Grazer Bürgerinnen und Bürger, dass die restlichen Alleebäume der Wetzelsdorferstraße beim so lang geforderten Bau des Fuß- und Radweg geschont werden sollen. Nun droht weitere Eskalation. Das Land Steiermark will Teile der Wetzelsdorferstraße „aufweiten“ – 20 weitere Bäume sollen fallen.

Für KPÖ-Gemeinderat Kurt Luttenberger ist das Verhalten von Bürgermeister Nagl unverständlich: „Entweder wurde unser Bürgermeister vom Land Steiermark total im Regen stehen gelassen, einfach ausgetrickst und nicht informiert oder er hat die betroffenen Aktivbürgerinnen und Bürger bewusst im Unklaren gelassen und packelt mit den Landesverantwortlichen.“ Erinnerlich noch die BürgerInnenversammlung vor etwa einem Jahr, wo von Stadt und Land vor dutzenden Menschen heilige Eide geschworen wurden, den Rad-, und Fußwegausbau „umweltschonend“ und ohne Schaden für die Bäume umzusetzen. Jetzt wird plötzlich – ohne viel zu informieren – das genaue Gegenteil getan.

Luttenberger zeigt sich auch über die Art und Weise des Handelns von Bürgermeister Nagl schockiert: „Wenn etwas vom Land kommt, macht er leider gleich gar nichts, sondern entwickelt ungeahnte Leidensfähigkeiten und erduldet offenbar alles (siehe LKW-Belastung Steinbergstraße). Diese Handlungsweise sollten sich die Bürgerinnen und Bürger künftig sehr gut merken, denn sie haben in Fragen realen Umweltschutzes seitens der Grazer ÖVP und ihres Vorsitzenden nichts zu erwarten“, so der KPÖ-Gemeinderat: „Nur schnell ein paar Ersatzbäumchen zu pflanzen und die Menschen abzuwimmeln, kann es wohl nicht sein.“

22. Mai 2015