Wir alle sind Graz: Die Liste der KPÖ zur Gemeinderatswahl

„Das Motto unseres Kommunalprogramms spiegelt sich auch in der Breite unserer Wahlliste wider", so KPÖ-Spitzenkandidatin Elke Kahr.

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Mit 172 Kandidaten - Jung & Alt, aus den verschiedensten Arbeitsbereichen und mit unterschiedlichsten Wurzeln - auf der Liste geht die KPÖ in die Wahl.

Noch nie zuvor haben so viele Leute für die KPÖ bei der Grazer Gemeinderats- und Bezirksratswahl kandidiert. Waren es bei der letzten Wahl schon 120, sind es diesmal 172 Leute. Diese Anzahl zeigt den Zuspruch der Grazer Bevölkerung und die Offenheit der Partei.

„Uns war es wichtig, dass wir eine gute Mischung aus Jung und Alt haben, die ganze Palette an Arbeitsfeldern abbilden und Menschen mit verschiedenster Herkunft dabeihaben. In der KPÖ-Familie haben viele Platz und eine Parteimitgliedschaft ist keine Voraussetzung um bei uns aktiv mitzumachen“, so KPÖ-Stadträtin Elke Kahr. Selbstverständlich wird die Gemeinderatsliste, die mit der maximal zugelassenen Anzahl von 96 Kandidat:innen gefüllt ist, nach dem Reißverschlusssystem geführt. Seit 1993 wird bei der KPÖ Graz darauf geachtet, dass gleich viele Frauen wie Männer auf der Liste vertreten sind.

Die jüngste Kandidatin ist die 19-jährige Postlerin Nicole Gollner. Zu den Ältesten zählen die ehemalige Innenstadt-Modistin Barbara Tvarjonas (78 Jahre) und Renate Hochstrasser (66), die jahrzehntelang als Geschäftsführerin bei RUEFA Reisen tätig war. Ebenso finden sich viele verschiedene Berufsgruppen in der Wahlliste wieder: Von der Straßenreinigung, über Schweißer, Installateure, Gastro (Koch & Kellner:innen), sind auch Historiker, wie der bekannte Heimo Halbrainer, oder Ärzt:innen, Lehrende und Menschen aus dem sozialen Bereich zu finden.

Viele Kandidat:innen kommen ebenso aus unterschiedlichsten Herkunftsländern. Aus dem EU-Raum (Deutschland, Italien, Zypern) aber auch genauso Menschen, die außerhalb der EU ihre Wurzeln haben (England, Türkei, Afghanistan und vor allem aus dem ehemaligen Jugoslawien, wie Serbien, Kroatien, Bosnien und Kosovo).
 

Wahlziel: Zweiter Stadtsenatssitz

Das erklärte Wahlziel für Kahr ist das Behalten des zweiten Stadtsenatssitzes, der bei der letzten Wahl mit lediglich 155 Stimmen abgesichert war: „Jede Stimme zählt und ist notwendig damit Graz nicht sein soziales Gesicht verliert. In so mancher Frage ist die KPÖ ein wichtiges Korrektiv zur Grazer ÖVP, da Bürgermeister Nagl schon so manches Mal bewiesen hat, dass er zu übermütig agiert.

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"Da sein, wenn's drauf ankommt." Elke Kahr und Robert Krotzer präsentieren das neue Wahlplakat der KPÖ.

 

„Sozialpolitik statt Eventpolitik“

Diesen Spruch hat KPÖ-Urgestein Ernest Kaltenegger geprägt. Für KPÖ-Stadtrat Robert Krotzer ist dieser Leitsatz wichtiger denn je: „Es ist Zeit, dass sich viele Politiker wieder den Lebensrealitäten und den alltäglichen Sorgen und Problemen der Grazerinnen und Grazer annehmen sollen, anstatt viel Steuergeld für Eigenwerbung und Versprechungen auszugeben. Wir verweisen stattdessen lieber auf viele von uns erzielte Errungenschaften“. Neben zahlreichen Verbesserungen im Verkehr konnte auch im Gesundheits- und Pflegebereich – mit wenig zur Verfügung gestellten Budget - viel Gutes geschaffen werden. Die Impfstelle wurde ausgebaut sowie runderneuert und wird im Jahr von 30.000 Menschen aufgesucht; eine Datenbank, die öffentlich und tagesaktuell alle freien Plätze in städtischen Pflegeeinrichtungen darstellt sowie natürlich das in Österreich einmalige mobile Pflegemodell, wo kein Mensch aus finanziellen Gründen ins Altersheim gehen, wurde unter Krotzer eingeführt.
 

Wohnen, Soziales und Lebensraum

Diese drei Themen sind aus Sicht des KPÖ-Klubobmanns Manfred Eber die wichtigsten für die anstehende Wahl. Gerade die Verbauung in unserer Stadt (letztes Jahr wurden jede Stunde 61m² pro Stunde versiegelt - siehe Seite "So verbaut ist Graz") muss entschlossen entgegengetreten werden: „Zumeist werden Flächen im Interesse von Investoren versiegelt. Anlegerwohnungen stehen lange leer und sind für die Grazer Bevölkerung nicht erschwinglich“. Eber wird in der nächsten Gemeinderatssitzung einen Dringlichen Antrag einbringen, in welchen die KPÖ die Revision des Flächenwidmungsplans einfordert – erst dann kann eine Bausperre in Graz greifen.

 

 

Presseberichte:

Hier die gesamten Kandidat:innen, die für die KPÖ zu Gemeinderatswahl antreten.

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6. September 2021