Wien-Energie Chef: Grazer Murkraftwerk rechnet sich nicht

Interview in der Zeitung "Die Presse" - Elke Kahr: "Haltung der KPÖ bestätigt"

Der Geschäftsführer der Wien Energie, Michael Strebl, gibt den Gegnern des Grazer Murkraftwerks mit Aussagen in einem Interview mit der Tageszeitung „Die Presse“ neue Argumente für ihre Haltung.
Wörtlich heißt es im Artikel: „Die derzeitigen Strompreise laden nicht dazu ein, ein Kraftwerk zu bauen“, sagt Strebl. Vor diesem Hintergrund sei auch der Rückzug der Wiener von dem umstrittenen Mur-Kraftwerksprojekt der Energie Steiermark zu verstehen. Ursprünglich war die Wien Energie als Hälftepartner für das Kraftwerk Puntigam vorgesehen, nach dem Einstieg des Verbund gab es noch Gespräche über eine 24-Prozent-Beteiligung. Vergangene Woche machte die Wien Energie endgültig einen Rückzieher. Das Projekt hätte „für uns nicht genug gebracht“, sagt Michael Strebl. Nachsatz: „Und das wäre auch nicht anders, wenn wir die 50 Prozent bekommen hätten.“ (Quelle: Die Presse, 8.4. 2017).
Wer trotzdem beim Murkraftwerk einsteigt, hofft entweder auf Millionensubventionen aus Steuergeldern oder auf stark steigende Strompreise oder auf beides.
Die Grazer KPÖ-Stadträtin Elke Kahr wies am Samstag in einer Stellungnahme darauf hin, dass die bestimmenden Politiker in Graz und im Land Steiermark diese Argumente nicht einfach vom Tisch wischen können: „Es hat in letzter Zeit oft unqualifizierte Angriffe im Zusammenhang mit unserer Haltung zum Murkraftwerksprojekt gegeben. Es wäre angemessen, wenn man von Seiten der Murkraftwerksbetreiber in Zukunft sachlichere Töne anschlagen könnte.“

Im Zusammenhang mit der Finanzierungsfrage für das Murkraftwerk verlangt die Grazer KPÖ eine verbindliche Zusage, dass neue Zuschüsse der öffentlichen Hand im Zusammenhang mit dem Murkraftwerk ausgeschlossen werden.

8. April 2017