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"Wir haben nicht gewartet, bis es zu spät ist"

Elke Kahr über die Schaffung von neuem Wohnraum in Graz

Wie wird sich die Höhe Zahl von Asylberechtigten in Graz auf die Gemeindewohnungen auswirken? FP- Gemeinderätin Schönbacher verknüpfte diese berechtigte Frage an Stadträtin Kahr im Gemeinderat mit der falschen Behauptung, die KPÖ würde sich nicht für die Grazerinnen und Grazer einsetzen.

Die Antwort von Elke Kahr:
"Die Frage, die Sie mir stellen ist schon berechtigt, aber die Einbegleitung zeugt von fehlender Kenntnis, Frau Gemeinderätin. Denn zu mir in mein Stadtratsbüro kommen jeden Tag Grazerinnen und Grazer mit ihren Sorgen und wir versuchen, ihnen so gut wie möglich zu helfen. Wenn wir gewartet hätten, bis die Flüchtlingsströme kommen, dann würde es wirklich düster aussehen. Es gab im städtischen Wohnungsbau in der Vergangenheit viele Versäumnisse. Aber in den letzten 10 Jahren haben wir sehr viel geleistet. Zwischen 1995 und 2005 gab es einen Stillstand, damit hat aber auch die gesamte Steiermark zu kämpfen wegen der fehlenden Wohnbauförderung.
Sie wissen, dass die Richtlinien für eine Gemeindewohnung auch für Konventionsflüchtlinge gelten. Wir bewältigen das derzeit recht gut. Klar ist aber: Sollte es in den kommenden Jahren zu positiven Asylentscheidungen kommen, dann werden wir das nicht mit den vorhandenen Kapazitäten an Wohnungen bewältigen können. Das wissen die Mitglieder der Stadtregierung und des Landes auch. Es wird dann möglicherweise zu zwei bis drei Jahren Wartezeit kommen . Deswegen muss hier eine steiermarkweite Lösung gefunden werden."

(Wortlaut nach dem Bericht von graz.at)

1. Oktober 2015