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Wohnpark Wienerstraße: Anrainer sind empört

Busspur stellt verkehrsberuhigte Siedlung in Frage

Seinerzeit hatte man den BewohnerInnen des Wohnparks Wienerstraße eine verkehrsberuhigte Siedlung versprochen. Jetzt will die Stadt Graz (zuständige Stadtsenatsreferentin Lisa Rücker) durch diese Siedlung eine Busspur legen. Die Bauarbeiten sollen im Herbst umgesetzt werden. AnrainerInnen sind empört. KPÖ-Stadträtin Elke Kahr kündigt deshalb an, das entsprechende Stück –Kostenpunkt 820.000 Euro - in der Sitzung des Stadtsenates am Freitag absetzen zu lassen.

Die Vorgeschichte aus Sicht der Betroffenen: Als die Bewohnerinnen und Bewohner im September 2010 in den „Wohnpark“ Wienerstraße zogen, waren sie begeistert über das Konzept einer „verkehrsberuhigten Siedlung“. Dieses Konzept der ÖWG sah vor, dass Kinder inmitten der Stadt Graz ohne Behinderung durch den Stadtverkehr auf einem Spielplatz herumtollen konnten, ohne dass die Eltern Angst um ihre Kinder haben mussten. Viele jüngere Familien haben sich aus diesem Grund im Wohnpark „Wienerstraße“ niedergelassen.

Vor kurzem wurden die Bewohner der Siedlung vor vollendeten Tatsachen gestellt: Die ÖWG hat hinter dem Rücken der Bewohner ihre Liegenschaft an die Stadt Graz verkauft, die die Siedlung mit einer eigenen Busspur erschließen lassen möchte. Und dies obwohl die Buslinien 40 und 52 unmittelbar an der Siedlung vorbeiführen. Für die Kinder der Siedlung bedeutet dies den Verlust des Spielplatzes und der verkehrsfreien Zone. Für die Eltern der Siedlung bedeutet dies den Verlust der Sicherheit ihrer Kinder.

Neben einer Busspur soll dort auch ein Rad- und Fußweg errichtet werden.

24. August 2011