Zu wenige Hebammen in Graz

Gemeinderätin Elke Heinrichs fordert jährlichen Start des Hebammenlehrganges auf der FH.

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Gemeinderätin Elke Heinrichs bringt in der kommenden Gemeinderatssitzung eine Petition ein um die Anzahl der Hebammen in Graz zu steigern.

Graz ist eine wachsende Stadt. Dies zeigt sich auch an den ständig zunehmenden Geburtenzahlen. Einerseits wünschen sich immer mehr Frauen eine selbstverständlich optimale medizinische Versorgung durch Geburtshilfe im öffentlichen Spital. Zugleich steigen aber auch das Interesse und der Bedarf an ambulanten Entbindungen. Die Frau entbindet, geht – wenn sie keine gesundheitlichen Beschwerden hat - aber nach einigen Stunden nach Hause. Voraussetzung für Letzteres ist die Nachbetreuung durch eine Hebamme.

„Leider gibt es zu wenige Hebammen in Graz“, weiß Gemeinderätin Elke Heinrichs. Zwar wurde zuletzt die Anzahl der Kassenplanstellen erhöht, jedoch ist eine der ausgeschriebenen GKK-Stellen trotz geringfügiger Erhöhung des Kassentarifs seit Juni vakant. Aber selbst eine Wahlhebamme müssen werdende Eltern in Graz sehr lange suchen.

Die FH Joanneum bietet alle zwei Jahre einen Hebammenlehrgang an. Jeweils 20 Schülerinnen werden aufgenommen. Laut Auskunft der FH gab es heuer jedoch 327 Bewerberinnen. „Um genügend Hebammen bereitzustellen, wäre zumindest ein alljährlich – nicht wie bislang nur alle zwei Jahre – stattfindender Lehrgang zur Ausbildung von Hebammen erforderlich“, so die KPÖ-Gesundheitssprecherin.

„Ziel muss es sein, dass jede Mutter sich auf die Geburt ihres Kindes freuen kann, ohne sich Sorgen darum machen zu müssen, ob am Tag X wohl eine Hebamme für sie da sein wird, egal, ob sie stationär oder ambulant entbindet. Daher werde ich in der kommenden GR-Sitzung eine diesbezügliche Petition einbringen“, kündigt Heinrichs an.

11. Oktober 2018