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Zuckerpreis-Explosion

Stadträtin Kahr: Verfehlte EU-Politik kommt Bevölkerung teuer

Elke Kahr Foto

Stadträtin Elke Kahr: Grundnahrungsmittel müssen leistbar sein. Durch verfehlte EU-Politik werden aber zahlreiche Lebensmittel teurer.

Von 2006 bis 2010 zahlte die EU den Rübenbauern und Zuckerproduzenten riesige Summen an sogenannten „Stilllegungsprämien", wenn die sich bereiterklärten, die Zuckerproduktion aufzugeben. Allein zwischen 2006 und 2009 sollen laut Hans Weiss, dem Autor des „Schwarzbuchs Landwirtschaft" rund 370 Millionen Euro derartiger Förderungen an Rübenbauern, Agrana und zuckerverarbeitende Industrie geflossen sein.

Jahrelang hat die EU auf billigeren Zucker aus Übersee, vor allem aus Brasilien, gesetzt und die heimischen Bauern mit Steuergeldern dafür bezahlt, dass sie die Produktion aufgeben. Jetzt soll Zucker um 35 % teurer werden, und es wird damit argumentiert, dass sich der Zucker auf den Weltmärkten verteuert hat.

„Erst werden Steuergelder verwendet, um zahlreiche Arbeitsplätze zu vernichten, und jetzt sollen die Konsumentinnen und Konsumenten mit hohen Preisen für Importzucker noch dafür bestraft werden", ärgert sich Stadträtin Kahr über die verfehlte EU-Politik. „Einmal mehr zeigt sich, dass sich unsere Forderung nach einer amtlicher Preisregelung bei Grundnahrungsmitteln als notwendig erweist", so Kahr.

 

Rückfragehinweis: Stadträtin Elke Kahr, Tel.: 0664/1209700

7. September 2011