Zugang zu Grazer Bädern vereinfachen!

„Telefonreservierung und ermäßigter Eintritt für Familien sind notwendig“, setzt sich Gemeinderat Christian Sikora für einen niederschwelligeren Zugang zu den Bädern ein.

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Heuer gibt soll es keine vergünstigten Familienkarten geben. "Das ist nicht sozial", so Gemeidnerat Christian Sikora.

Viele Grazerinnen und Grazer freuen sich schon auf die Eröffnung der Bäder, die am 15. Juni erfolgt. Doch die Rahmenbedingungen für einen Besuch trüben den Badespaß ein wenig: So kann man Eintrittskarten lediglich online vorbestellen und es gibt auch keine Ermäßigung für Familien.

„Mir ist bewusst, dass durch die Covid-Maßnahmen der Regierung andere Bedingungen vorliegen, die von Seiten der Holding innerhalb eines gewissen Rahmens eingehalten werden müssen. Jedoch würde, zusätzlich zur Online-Reservierung, eine telefonische Reservierungsvariante den Zugang zu den Bädern, vor allem für ältere Grazer und Grazerinnen, erleichtern“, setzt sich Gemeinderat Christian Sikora für einen niederschwelligen Zugang zu den Bädern ein.

Auch bei den neuen Ticketpreisen ortet Sikora noch Verbesserungspotential: „Nachdem es heuer keine vergünstigten Saisonkarten gibt, wäre eine ermäßigte Familientageskarte ganz im Sinne der vielen, die sich ohne Preisnachlass einen Badespaß nur sehr schwer oder gar nicht leisten können. Auch Stundenkarten wären sinnvoll.“

Die Tatsache, dass beim Verlassen von Badegästen keine neuen Leute mehr hineindürfen, hält Sikora für ebenfalls dringend reparaturbedürftig: „In anderen Städten wird dies anders gehandhabt. Wenn ein Besucher das Bad verlässt, darf ein anderer hinein. Es gibt beispielsweise Zählsysteme mit Armbändern, welche man beim Verlassen des Bades wieder abgibt. Darüber hinaus visualisiert die Stadt Wien für die Tageskartenreservierung mittels einem Ampelsystem die Stoßzeiten. Somit wird ein Besuch der Bäder besser koordiniert.“

12. Juni 2020