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30 Jahre Grazer Friedensbüro

KPÖ würdigt positive Friedensarbeit und erinnert an Wolfgang Poller

Die Gründung des Grazer Büros für Frieden und Entwicklung vor 30 Jahren war die Folge einer Anregung aus den Reihen der damaligen Friedensbewegung. Es war vor allem der viel zu früh verstorbene damalige Kinderfreunde-Funktionär und Friedensaktivist Wolfgang Poller, der große Überzeugungsarbeit dafür leistete, im Rahmen der Stadt Graz eine ständige Friedensarbeit zu unterstützen.
Die Unterstützung durch die Stadträte Klaus Gartler (SPÖ) und Helmut Strobl (ÖVP) sowie durch den damaligen Bürgermeister Alfred Stingl (SPÖ) führte im Jahr 1988 dazu, dass mit dem Büro für Frieden und Entwicklung ein Verein ins Leben trat, der von der Stadt Graz unterstützt wird und in dessen Vorstand alle Gemeinderatsklubs vertreten sind.
Franz Stephan Parteder, der damals im Auftrag der KPÖ in der Friedensbewegung aktiv war und die Initiative von Wolfgang Poller unterstützt hatte, wies am Mittwoch anlässlich des Jubiläums darauf hin, dass die großen Fragen von Krieg und Frieden und der nuklearen Abrüstung zu Beginn einen großen Raum in den Aktivitäten des Friedensbüros eingenommen hatten. Er würdigte in diesem Zusammenhang die Leistung des damaligen Geschäftsführers Karl Kumpfmüller.
Über viele Jahrzehnte hindurch war diese Orientierung noch in der Friedenszeitung zu spüren, die vom Büro herausgegeben wurde.
Parteder: „In den abgelaufenen Jahrzehnten hat sich der Schwerpunkt auf den interreligiösen Dialog, die Konfliktvermeidung und die Stadtteilarbeit verlagert. Ich halte diese Tätigkeiten für wichtig. Die komplizierte Weltlage, Friedensbedrohungen und kriegerische Auseinandersetzungen, auch in Europa würden es nach Auffassung der KPÖ aber erfordern, die ursprünglichen Zielsetzungen des Friedensbüros wieder aufzunehmen.“

Die Grazer KPÖ ist seit 1998 also seit 20 Jahren im Vorstand des Büros für Frieden und Entwicklung vertreten. Gemeinderätin Mag.a Ulrike Taberhofer übt diese Funktion mit Umsicht und Fingerspitzengefühl aus.

19. September 2018