AMS-Service für Grazer Kulturschaffende

KPÖ-Kultursprecherin Braunersreuther: „Unverständlich warum sich die Kulturhauptstadt Graz nicht für KünstlerInnen einsetzt!“

Graz ist Kulturhauptstadt und nicht allein deshalb Wohnsitz und Arbeitsmittelpunkt vieler KünstlerInnen und Kulturschaffender.

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"Ein einwirkendes Gespräch auf das AMS durch das sehr fachkundige Kulturamt hätte die Stadt nichts gekostet", wundert Braunersreuther sich über eine der Begründungen von ÖVP, FPÖ und Grüne.

Graz ist Kulturhauptstadt und nicht allein deshalb Wohnsitz und Arbeitsmittelpunkt vieler KünstlerInnen und Kulturschaffender. Für KonsumentInnen der lebhaften Kulturszene ist das schön, für die MacherInnen jedoch oft nur unter äußerst prekären Bedingungen machbar. Hilfe, Unterstützung und/oder Weiterbildung vom AMS erfahren sie in ihrer Situation selten.

KPÖ-Kultursprecherin Christine Braunersreuther stellte deshalb in der vergangenen Gemeinderatssitzung einen dringlichen Antrag, dass sich die Stadt Graz gegenüber dem AMS dafür einsetzen solle, ein KünstlerInnenservice ähnlich dem Team4 des Wiener AMS in der Steiermark zu etablieren.

Zum Unverständnis Braunersreuther wurde der Antrag von ÖVP, FPÖ und Grünen abgelehnt: "Ein einwirkendes Gespräch auf das AMS durch das sehr fachkundige Kulturamt hätte die Stadt nichts gekostet", wundert Braunersreuther sich über eine der Begründungen. Als weiterer Grund wurde angegeben, das AMS meine, dass es dafür zu wenig Bedarf gebe in der Steiermark. "Das ist Unsinn", meint Braunersreuther: "Graz ist Landeshauptstadt mit Sitz von vielen großen Museen, Theatern und der Oper - ganz abgesehen, dass auch andere Institutionen gerne und oft KünstlerInnen buchen wollen und, sofern sie nicht über persönliche Kontakte verfügen, dabei vor einer großen Herausforderung stehen." Außerdem: "Welcher Kulturschaffende wendet sich denn jetzt an das AMS, wenn es dort kein fachkundiges Service gibt?"

19. März 2018