Auch Südtirol entschließt sich gegen eine Olympia-Bewerbung

Klubobmann Manfred Eber: „Im ganzen Alpengebiet kehrt die Vernunft über Olympische Winterspiele ein – nur nicht in Graz.“

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Auch Südtirol nimmt von einer Olympia-Bewerbung 2026 Abstand.

Nach Tirol, München und Graubünden nimmt eine weitere Region im Alpengebiet vernünftigerweise Abstand von Olympia. Am Dienstag entschied sich die Südtiroler Landesregierung einstimmig gegen eine Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2026. Vor allem die Argumentation des Südtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher ist äußerst betrachtenswürdig. Dieser meint im Anschluss an die Sitzung, dass „die aktuellen Regelungen des IOC es nicht zulassen, Olympische Spiele nachhaltig zu organisieren. Olympia als Zero-Impact-Veranstaltung sei eine „schöne Idee“, aber bleibe hinsichtlich der derzeit geltenden Regeln „nur ein Traum“.“

„Olympische Winterspiele in den Alpen durchzuführen ist nicht mehr verantwortbar. Die Auswirkungen auf Mensch und Umwelt sind so nicht mehr tragbar. Dem wirtschaftlichen Nutzen für wenige stehen hohe Schulden, steigende Preise und gravierende Umweltbelastungen für die Allgemeinheit gegenüber“, so Klubobmann Manfred Eber und verweist auf die Tatsache, dass die Kosten für Olympische Winterspiele im Durchschnitt 179 Prozent höher als geplant ausfallen und die Kosten des täglichen Lebens (Immobilienpreise um 30 Prozent und Lebenserhaltungskosten im Durchschnitt 8,6 Prozent) stark ansteigen.

„Die Vereinigung Cipra (Commission Internationale pour la Protection des Alpes) spricht sich ebenfalls stark gegen Olympische Winterspiele in den Alpen aus. Sinngemäß meint Cipra auch, dass das IOC 100 Mal das Wort „nachhaltig“ in die Agenda2020 schreiben kann, aber eine echte Nachhaltigkeit mit den bestehenden Reglement des IOC nicht vereinbar ist“, verweist Eber auf die breite Ablehnung im Alpenraum gegen Olympische Winterspiele.

14. März 2018