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Olympia2026 – Jetzt macht ÖOC Druck auf Landesregierung

Bereits 4500 Grazerinnen und Grazer haben für eine Volksbefragung über Olympia 2026 unterschrieben.

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4500 Leute haben schon für eine Volksbefragung unterschrieben.

Die Entscheidung des Österreichischen Olympischen Komitees (ÖOC) für eine Bewerbung der Städte Graz und Schladming ist gestern zwar positiv ausgefallen, aber das ÖOC stellt für die Befürwortung eine Bedingung. So fordert ÖOC-Präsident Karl Stoss ein klares Bekenntnis der steirischen Landesregierung zur Machbarkeitsstudie beziehungsweise zur definitiven Bewerbung.

 

„Damit macht das ÖOC Druck auf die Landesregierung, damit diese – praktisch ohne brauchbare Entscheidungsgrundlage – schon jetzt eine Finanzierungs- bzw. Haftungszusage gibt“, kommentiert Klubobmann Manfred Eber diese Forderung des ÖOC. Denn die Machbarkeitsstudie soll nicht vor Juni vorliegen, die Bewerbung müsste aber bereits mit Ende nächster Woche beim IOC einlangen.

 

Eber macht deutlich, dass sich an der Haltung der KPÖ auch mit einer Haftungszusage von Land oder Bund nichts ändern würde: „Denn schließlich wären es auch in diesem Fall Steuermittel, die eingesetzt werden und die anderswo, z. B. im Gesundheits- und Sozialbereich, fehlen würden. Außerdem zeigen internationale Studien, dass die Lebenserhaltungskosten und das Wohnen in Olympia-Städten schlagartig teurer werden. Zur Erinnerung: In Schladming sind die Immo-Preise allein durch die Schi-WM 2013 um 30 % gestiegen.“ Aus Sicht der KPÖ sind nachhaltige Olympische Spiele mit dem bestehenden Reglement des IOC nicht vereinbar. 

 

„Eine finanziell so weitreichende Entscheidung darf nicht über die Köpfe der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler hinweg getroffen werden. Die Grazerinnen und Grazer müssen die Gelegenheit haben, ihren Willen in dieser Frage zu bekunden“, ergänzt Eber.

 

Die Unterschriften-Aktion der KPÖ für eine Volksbefragung zu Olympia 2026 läuft indes weiter. Rund 4500 Grazerinnen und Grazer haben bereits unterschrieben.

22. März 2018