Öffentliche Verkehr darf nicht zum Luxus werden!

Jahreskarte für Bus und Bim bald 315€ ?!

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"Eine Preissteigerung ist nicht mehr vertretbar. Wir sehen hier bei ÖVP und FPÖ dringenden Handlungsbedarf", so Elke Kahr.

Allen Bekenntnissen zu Klimaschutz und attraktiveren Öffis zum Trotz steht mit 1. Juli die nächste Tariferhöhung ins Haus. „Den Lippenbekenntnissen müssen endlich Taten folgen, dringend auch in der Preispolitik“, fordert KPÖ-Stadträtin Elke Kahr. „Während andere den Nulltarif einführen, wird bei uns die Tarifschraube weiter angezogen.“

Erneut soll die Erhöhung um durchschnittlich 2,25% vor allem zu Lasten der „vergünstigen“ Jahreskarte gehen. Auf Betreiben der KPÖ wurde 2015 die günstige Jahreskarte eingeführt und kostete damals 228 Euro. Sollte die Stadt ihre Zuzahlung von 175 Euro nicht erhöhen, wird man heuer schon satte 315 Euro dafür zahlen müssen. Das entspricht einer Kostensteigerung von 38% innerhalb von nur sechs Jahren.

Das ist nicht mehr vertretbar und wir sehen hier bei ÖVP und FPÖ dringenden Handlungsbedarf. In Zeiten, wo es darum gehen muss, die wegen der Corona-Pandemie verlorenen Fahrgäste zurückzuholen, ist eine weitere Erhöhung jedenfalls das falsche Signal“, so die Verkehrsstadträtin.

Die Bevölkerung wünscht sich eine Jahreskarte am Preisniveau von 2015. Das ist aus sozialen und umweltpolitischen Gründen mehr als vertretbar. Wenn es hier nicht endlich zu einem Einlenken kommt, sehen wir uns gezwungen, zusammen mit der Bevölkerung den Druck auf die Verantwortlichen zu erhöhen“, so Kahr.

 

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Natürlich spielen auch ökologische und gesundheitliche Gründe bei der Gestaltung der Öffi-Preise eine Rolle. Stadtrat Robert Krotzer: „Mobilität muss als soziales Grundrecht gedacht werden. Den Menschen in unserer Stadt muss es möglich sein, ihre täglichen Wege rasch, kostengünstig und umweltfreundlich zurückzulegen. Aber auch die regelmäßige Fahrt an den Stadtrand ins Grüne muss gerade in Zeiten der Belastung der psychischen Gesundheit für alle Menschen leistbar sein.

Klubobmann Manfred Eber wird in der kommenden Gemeinderatssitzung einen entsprechenden Dringlichen Antrag einbringen.

23. April 2021