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„Öffi-Preiserhöhung ist Kundenvertreibungsaktion“

KPÖ-Eber kritisiert „verkehrs- und umweltpolitischen Wahnsinn“

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Am Bedrückendsten finden die Grazerinnen und Grazer die hohen Preise für die öffentlichen Verkehrsmittel. Das ergab die Statistik über die Lebensqualitätsindikatoren (LQI) in Graz, die gestern präsentiert wurde. Heute wurde bekannt, dass die ohnehin schon überteuerten Fahrscheinpreise ab 1. Juli noch weiter erhöht werden sollen. Der Grazer KPÖ-Verkehrssprecher Manfred Eber spricht von einer „astreinen Kundenvertreibungsaktion“.

Die Jahreskarte soll von 388 auf 407 Euro, die Halbjahreskarte von 218 auf 228 Euro und die Wochenkarte von 12,70 auf 13,30 Euro verteuert, der Zehnerblock um 40 Cent und die Tageskarte um 10 Cent teurer werden. Vorerst verschont soll einzig der Einzelfahrschein bleiben.

„Gerade die treuesten Kundinnen und Kunden würden am meisten zur Kassa gebeten“, kritisiert Eber: „Das ist verkehrs- und umweltpolitischer Wahnsinn.“

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Um den öffentlichen Verkehr zu finanzieren und auszubauen hatte die KPÖ in der letzten Gemeinderatssitzung eine Enquete gefordert. Zwar gibt es weitgehend parteienübergreifende Einigkeit bei den Ausbauplänen, bei den Möglichkeiten zur Finanzierung gehen die Meinungen aber auseinander. „Die verschiedenen Konzepte müssen endlich auf den Tisch und eingehend diskutiert werden“, hatte KPÖ-Gemeinderat Robert Krotzer gefordert. Die Mehrheit der schwarz-rot-blauen Rathauskoalition erachtete das Thema jedoch als nicht dringlich und lehnte den Antrag ab.

7. März 2014